Knochenmetastasen

Schmerzlinderung bei Knochenmetastasen oder bei anderen schmerzhaften Knochentumoren (osteoid Osteoma)

Als erstes Zentrum in Deutschland, können wir seit 2010 unseren Patienten die Behandlung von Knochenmetastasen mit kernspingesteuertem, hochfokussierten Ultraschall anbieten.

Was sind Knochenmetastasen?

Knochenmetastasen sind Absiedlungen anderer Tumore in die Knochen. Das heißt: Krebszellen wandern vom ursprünglichen Tumor über den Blutweg bis in die Knochen. Dort setzen sie sich fest und bilden neue Geschwulste, sogenannte Metastasen. In der Fachsprache findet sich neben den Bezeichnungen Knochen- und Skelettmetastasen auch der Begriff der ossären Metastasen – vom lateinischen Wort „os“ für Knochen.

Diese Metastasen können zu starken Schmerzen führen und die Stabilität des Knochens beeinträchtigen. Knochenmetastasen können überall im Körper auftreten, häufig im Rückgrat, Becken (Hüfte), Rippen und in den Gliedmaßen (wie z.B. im Oberschenkel).

Schmerzen sind das häufigste Symptom bei Knochenmetastasen. Mehr als 70 % aller Patienten mit Knochenmetastasen leiden unter erheblichen Schmerzen.

Behandlung und Therapie mit MRgFUS

Was ist MRgFUS?

MRgFUS steht für Magnetresonanztomographie-gesteuerter-fokussierter-Ultraschall. Durch die einzigartige Kombination von hochintensiven Ultraschallwellen (für die Therapie) und Magnetresonanztomographie (für die Planung, Steuerung und Überwachung) kann der behandelnde Arzt in Echtzeit die Behandlung laufend kontrollieren und optimieren.

Wie funktioniert MRgFUS?

Der Einsatz der Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht als medizinisches Schnittbildverfahren eine gezielte Behandlung und Temperaturüberwachung in Echtzeit.

Die fokussierten Ultraschallwellen werden auf eine kleine Fläche auf dem schmerzenden Knochen fokussiert. Dies bewirkt einen Temperaturanstieg auf der Oberfläche des Knochens und eine Zerstörung des angrenzenden Nervengewebes. Der fokussierte Ultraschall zerstört dann die äußere Knochenmembran in der die scherzempfindlichen Nerven eingebettet sind.

Vorteile von MRgFUS Behandlungen

Bisher werden Knochenmetastasen mit Bestrahlungen behandelt. 20% bis 30 % aller Patienten verspüren jedoch infolge der Bestrahlung überhaupt keine Schmerzlinderung, und weitere 27 % erfahren eine teilweise Linderung oder wiederkehrende Schmerzen.

Hier gibt die Behandlung mit MRgFUS die Möglichkeit die Schmerzen effektiv zu bekämpfen. Bei erfolgreicher Behandlung mit MRgFUS benötigt der Patient eine geringere Dosis Schmerzmedikation als zuvor.

Ablauf der Behandlung

Schritt 1 – Screening und Aufklärung

Nach dem ersten Kontakt mit unserem Patientenmanagement bitten wir unsere Patienten um Übermittlung der CT-Aufnahmen. Der behandelnde Arzt wertet diese Aufnahmen aus und führt mit dem Patienten eine individuelle Aufklärung über den Verlauf, Risiken und Nebenwirkungen durch.

Schritt 2 – Kostenübernahme und Terminvereinbarung

Bei den Krankenkassen und privaten Versicherungen ist die Kostenübernahme für die Behandlung von Knochenmetastasen mit MRgFUS garantiert.

Ein Behandlungstermin wird mit dem Patienten vereinbart.

Zur Behandlung bringen die Patienten eine Einweisung für einen stationären Krankenhausaufenthalt von ihrem Hausarzt mit.

Schritt 3 – Vorbereitung und Behandlungstag

Die Patienten melden sich einen Tag vor der Behandlung (donnerstags) für eine stationäre Aufnahme in unserem Krankenhaus an. An diesem Tag werden alle, für die Behandlung erforderlichen, Voruntersuchungen durchgeführt.

Am Behandlungstag (Freitag) erhalten unsere Patienten eine Epiduralanästhesie durch unsere Anästhesisten.

Zu Beginn werden zur genauen Planung nochmals dreidimensionale Bilder angefertigt und nach optimaler Lagerung des Patienten, die Knochenmetastasen Punkt für Punkt mit Ultraschall behandelt. Der fokussierte Ultraschall zerstört die äußere Knochenmembran, in der die schmerzempfindlichen Nerven eingebettet sind. Die fokussierten Ultraschallwellen werden auf eine kleine Fläche auf dem schmerzenden Knochen fokussiert. Dies bewirkt einen Temperaturanstieg auf der Oberfläche des Knochens und eine Zerstörung des angrenzenden Nervengewebes. In den meisten Fällen werden auch die darunter liegenden Metastasen überwärmt. Dadurch kann in vielen Fällen auch eine Reduktion der Tumormasse und ein Wiedereinbau von normalen Knochenmineralien erreicht werden. Inwieweit die darunterliegenden Metastasen auch zerstört werden, kann man vor der Behandlung nicht mit letzter Sicherheit sagen. Es ist aber bei den bisherigen Behandlungen öfter zu einer Rekalzifierung (erneute Kalkeinbau im Bereich der Metastasen) gekommen. Die derzeitige Datenlage erlaubt aber noch nicht, die Metastasen als solches zu behandeln.

Die Behandlungsdauer beträgt ca. 2 Stunden.

Die Entlassung wird voraussichtlich am Sonntag erfolgen.

Nebenwirkungen

Wie jedes medizinische Verfahren ist auch die Ultraschalltherapie mit gewissen Risiken verbunden. Möglich sind Hautverbrennungen, Rücken- und Beinschmerzen, Nervenschäden. Diese Komplikationen können aber durch die gezielte Planung mit Hilfe der MRT minimiert bzw. vollständig vermieden werden.

Wer eignet sich?

Zur Beurteilung ob die Metastasen für diese Behandlungsmethode geeignet sind, benötigen wir aktuelle CT-Aufnahmen. Diese können an unser Zentrum als DICOM Dateien auf CD geschickt werden.

Für Informationen hierzu melden Sie sich bitte bei unserem Patientenmanagement
unter folgender Telefonnummer: 02041 1840567

Kostenübernahme

Bei den Krankenkassen und privaten Versicherungen ist die Kostenübernahme für die Behandlung von Knochenmetastasen mit MRgFUS garantiert.

Gütesiegel

  • DIN ISO 9001 (seit 2002)
  • Das Verfahren ist CE zertifiziert (seit 2002)
  • Das Verfahren besitzt die FDA-Zulassung (seit 2004)

CE (Conformité Européenne, so viel wie „Übereinstimmung mit EU-Richtlinien“) ist eine Kennzeichnung  nach EU-Recht für bestimmte Produkte in Zusammenhang mit der Produktsicherheit. Durch die Anbringung der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller, dass das Produkt den geltenden europäischen Richtlinien entspricht.

FDA Die Food and Drug Administration kontrolliert die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln, Medizinprodukten und Lebensmitteln. Dies gilt für in den USA hergestellte sowie importierte Produkte.

Erfahrungsbericht von Frau S.

Nach Abschluss der Therapie schrieb uns Frau S. Sie war die erste Patientin die im Marienhospital in Bottrop mit der der Diagnose „Knochenmetastasen“ mit MRgFUS behandelt wurde.

Behandlung durch FUS-Bottrop

Für Informationen hierzu melden Sie sich bitte unter :
02041 1840567 oder E-Mail: info@fus-bottrop.de