Gebärmutter Myome – Wie bemerkt man es und wie behandelt man es?

Die gutartigen Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut bestehen aus Muskelzellen und wachsen durch die Geschlechtshormone der Frau, Östrogen und Gestagen. Oft verursachen Sie starke Schmerzen und mehr Blutverlust während der Periode.

Diese Krankheit trifft fast jede vierte Frau

Gebärmutter-Myome

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Woran merkt man, dass man an Myomen leidet?

Es gibt viele Symptome, die für die Erkrankung sprechen, doch jene Symptome können auch ein Anzeichen für andere Krankheiten sein. Oft verändern sich die Dauer der Periode und die Blutmenge. Teilweile kann die Periode sogar über 7 Tage andauern und man kann unter Umständen sehr viel Blut verlieren. Durch den hohen Blutverlust kann zusätzlich ein Eisenmangel entstehen, der dafür sorgt, dass die Betroffenen müde und blass erscheinen. Je nach Größe der Myome kann es auch zu einem Druckgefühl auf die Blase und den Darm kommen und sogar Blähungen und ein komisches Gefühl im Becken auslösen. Neben Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können auch der Rücken und die Beine von Schmerzen betroffen sein.

Aber nicht alle betroffenen Frauen leiden unter diesen Symptomen. Die Diagnose bekommen teilweise auch Frauen, die gar keine Symptome haben, meist wird es bei einer Routine Ultraschalluntersuchung festgestellt. Man muss Myome allerdings auch nur behandeln, wenn Sie Problem verursachen. Dass viele Frauen keine Symptome haben hat auch zur Folge, dass es keine genauen Zahlen der Statistiken gibt, weil diese oft nur Frauen mit Symptomen einberechnen. Trotzdem wird geschätzt, dass 20-25% der Frauen im fruchtbaren Alter an Myomen leiden. Wodurch Myome entstehen, ist nicht ganz klar. Es gibt eher verstärkende Faktoren, wie beispielsweise Übergewicht. Auch erbliche Faktoren spielen eine große Rolle, gutartige Tumore können häufig wiederholt in der Familiengeschichte vorkommen.

Schwangerschaft trotz Myom?

Grundsätzlich sind Myome kein Hindernis beim Kinderwunsch. Es kann womöglich sein, dass ein Myom den Eileiter blockiert und es so schwerer zu einer Schwangerschaft kommen kann. Doch generell gibt es keine eindeutige Aussage, ob Myome die Fruchtbarkeit beeinflussen. Wenn es mit der Schwangerschaft geklappt hat, kann es passieren, dass das Kind durch die Myome in Becken-end-Lage liegt, was die Geburt erschwert. Außerdem ist das Risiko von starken Blutungen bei der Geburt und das Risiko von Frühgeburten oft höher, wenn Myomen vorhanden sind. Bei Myom-Patientinnen ist zudem auch öfter ein Kaiserschnitt notwendig.

Behandlungstherapien

Als Behandlungsansätze gibt es vier grundsätzliche Therapien: fokussierter Ultraschall, Embolisation, Ausschälung und die Entfernung der Gebärmutter. Welche Methode zu empfehlen ist, kommt auf verschiede Faktoren an. Beispielsweise das Alter, die Anzahl und Größe der Myome und der Wunsch auf eine Schwangerschaft spielen eine große Rolle, um zu entscheiden, welche Behandlungsmethode infrage kommt.

Medikamente

Es ist gut möglich, dass die Anti-Baby-Pille Myomen etwas entgegenwirkt. Zusätzlich gibt es das Medikament Esmya. Vorübergehend wird dies aber nicht mehr neuen Patientinnen verordnet, da es Leberschäden verursachen soll.

Ausschälung

Die Wucherungen werden bei der Operation aus der Gebärmutter entfernt, möglichst ohne, dass die Gebärmutter beschädigt wird. Dabei ist eine Vollnarkose notwendig. Es gibt verschiedene Methoden, wie die Ausschälung durchgeführt wird, welche, wird individuell entschieden. Der Vorteil ist, dass die entnommene Gewebeprobe auf bösartiges Zellgewebe untersucht werden kann.

Entfernung der Gebärmutter

Dies ist bislang die einzige Möglichkeit, die Myome definitiv langfristig zu entfernen. Bei den anderen Methoden könnten Sie unter Umständen erneut entstehen. Nach diesem Eingriff ist eine Schwangerschaft ausgeschlossen.

Fokussierter Ultraschall

Hier wird durch sehr hohe Hitzeeinstrahlung, ohne eine Operation, das Myom verkleinert. Mithilfe der Hitze wird das Myomgewebe zerstört und der Vorgang wird überwacht durch ein MRT. Bei der Therapie ist man bei vollem Bewusstsein und es muss kein Schnitt gemacht werden. Das umliegende Gewebe wird geschont und man kann auf eine Narkose verzichten. Bei Fragen zu dieser Behandlungsmethode können Sie uns sehr gerne kontaktieren.

Embolisation

Hier wird durch einen kleinen Schnitt eine Gelatinekugel in die Blutbahn gebracht. Dadurch wird das Blutgefäß verschlossen. So bekommt das Myom keine Versorgung mehr, um wachsen zu können, und schrumpft in den folgenden Monaten.

Quellen

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/myome-wie-gefaehrlich-sind-wucherungen-in-der-gebaermutter-a-1208984.html
http://www.uterus-myomatosus.net/fokussierter-ultraschall-mr-hifu

https://de.wikipedia.org/wiki/Embolisation

http://www.diak-ka.de/downloads/medizin_pflege/radiologie/gebaermuttermyome.pdf

https://www.apotheken-umschau.de/Myom/Myome-Therapie-11846_5.html

Bildquelle: Pixabayuser silviarita