Beschwerden gehen, Gebämutter bleibt

„Die Beschwerden gehen, die Gebärmutter bleibt“

„Die Beschwerden gehen, die Gebärmutter bleibt“

Der kernspingesteuerte, hochfokussierte Ultraschall ist eine neuartige Behandlungsmethode, mithilfe derer Gebärmuttermyome therapiert werden können. Wie das alternative Verfahren, das ohne Vollnarkose durchgeführt wird, funktioniert und welche Vorteile es für die Patientinnen mit sich bringt, erläutert Dr. med. György Lövey.

Dr. Lövey, Sie haben sich am FUS-Zentrum in Bottrop auf die Behandlung von Uterusmyomen spezialisiert. In welchen Fällen ist es erforderlich, diese gutartigen Tumoren zu therapieren?

Ein Myom erfordert im Grunde genommen nicht unbedingt eine Behandlung. Solange diese gutartige Wucherung keine Beschwerden verursacht, reicht es aus, sie zu beobachten. Geht ein Myom jedoch mit exzessiven Blutungen oder auch Schmerzen einher, ist es erforderlich, es zu entfernen — auch dann, wenn es einer Schwangerschaft im Wege stehen sollte.

Welche Therapieformen stehen hierfür zur Verfügung?

Generell gibt es operative Behandlungsformen, wobei Myome minimal-invasiv entfernt werden. Leider wird oftmals immer noch die gesamte Gebärmutter entnommen. Möglich ist aber auch eine Hormonbehandlung, genauso wie eine interarterielle Embolisation, bei der die Blutversorgung zum Uterusmyom gestoppt wird. Immer häufiger zum Einsatz kommt jedoch der hochfokussierte Ultraschall.

Können Sie uns das Verfahren genauer beschreiben?

Bei dem kernspintomografisch gesteuerten, hochauflösenden Ultraschall handelt es sich um ein alternatives Therapieverfahren, das einen operativen Eingriff vermeiden soll. Mithilfe von Ultraschallwellen, die die Haut und Muskulatur passieren und gezielt im Becken innerhalb des zu behandelnden Myoms gebündelt werden, entsteht eine so hohe Hitze, dass das Gewebe abstirbt und die Geschwulst dann nicht mehr durchblutet wird und sukzessive schrumpft.

Welche Vorteile hat diese Technik?

Es ist eine nicht-invasive Therapie, bei der die Gebärmutter und somit auch die Fruchtbarkeit erhalten bleiben. Zudem wird die Behandlung ambulant und ohne Vollnarkose durchgeführt, anschließend kann die Patientin nach Hause gehen und ist innerhalb weniger Tage wieder arbeitsfähig.

Für welche Patientinnen eignet sich die Therapie mit fokussiertem Ultraschall?

Für Patientinnen, die ein Myom haben, das Beschwerden verursacht, oder die Sorgen haben, dass das Myom einem Kinderwunsch hinderlich sein könnte. Rund zwei Drittel der Patientinnen können auf diese Weise behandelt werden. Es gibt aber auch Gegenanzeigen, die eine Behandlung ausschließen, etwa dann, wenn die Gebärmutter weit hinten im Becken liegt.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten für die Behandlung?

Zur Zeit übernehmen immer mehr Kassen die Kosten für eine Behandlung mit MRgFUS. Bei anderen Krankenkassen erfolgt eine individuelle Klärung der Kostenübernahme.

Dabei sind wir Ihnen selbstverständlich gerne behilflich (Hotline: 0800-69663-00).